Die Klinik Hirslanden in Zürich und die Krankenversicherung Sanitas haben kürzlich eine Kooperation zur Einführung integrativ-medizinischer Leistungen im stationären Bereich gestartet, die bis Oktober 2026 befristet ist. Der Pilot richtet sich an zusatzversicherte Patientinnen und Patienten von Sanitas, deren medizinischer Fall eine gewisse Schwere aufweist und die in der Klinik Hirslanden stationär in Behandlung sind.
Ziel der Kooperation ist es, das Zusammenspiel von schulmedizinischer und komplementärmedizinischer Versorgung zu stärken und patientenorientierte Behandlungskonzepte weiter zu entwickeln. Die zusätzlichen Leistungen werden Patientinnen und Patienten mit Halbprivat- oder Privatversicherung kostenlos zur Verfügung gestellt und der Klinik Hirslanden von Sanitas gesondert vergütet.
Erweiterte Behandlungsmöglichkeiten durch integrative Medizin
Die integrativ-medizinischen Zusatzleistungen erbringt die etablierte Partnerinstitution JIVITA, die über ausgewiesene Expertise im Bereich der Komplementärmedizin verfügt. Das Angebot für stationäre Patientinnen und Patienten umfasst individuell abgestimmte Therapieformen aus verschiedenen Disziplinen wie beispielsweise manuelle Therapieformen (Ayurvedische Ölmassage, Myoreflexzonenmassage, Fussreflexzonenmassage, Klassische Massage), Wickel und Auflagen oder Atemtherapie.
Die komplementär therapeutischen Anwendungen werden in enger Abstimmung mit dem interprofessionellen Behandlungsteam der Klinik und immer erst nach einem ärztlichen Konsil umgesetzt. Die Ärztinnen und Ärzte von JIVITA verfügen über eine schulmedizinische Facharzt- und eine komplementärmedizinische Ausbildung. Durch diese Kombination soll eine ganzheitlichere Versorgung erreicht werden, die sowohl schulmedizinische als auch komplementärmedizinische Ansätze in den Behandlungsprozess einbezieht.
«Mit diesem Pilotprojekt schaffen wir für unsere Zusatzversicherten einen echten Mehrwert. Viele Patientinnen und Patienten wünschen sich eine Behandlung, die ihre individuellen Bedürfnisse ganzheitlich berücksichtigt. Die integrative Medizin bietet hierfür grosses Potenzial. Durch die Kooperation mit der Klinik Hirslanden können wir erstmals in einem stationären Setting testen, wie komplementärmedizinische Leistungen sinnvoll und qualitativ hochwertig eingebunden werden können», erläutert Alain Ehrsam, Leiter Leistungseinkauf & Tarife bei Sanitas.
Sanitas wird die Kooperation während der gesamten Laufzeit des Pilotprojekts hinweg evaluieren und die gewonnenen Erkenntnisse in die Weiterentwicklung ihrer Versorgungsangebote einfliessen lassen.
Beide Partner sind überzeugt, dass integrative Medizin ein wichtiges Element zukünftiger Gesundheitsversorgung werden kann – insbesondere dort, wo die Kombination verschiedener medizinischer Ansätze nachweislich zu einer positiveren Patientenerfahrung und besseren Behandlungsergebnissen beiträgt.
«Schulmedizinische Expertise mit komplementären Behandlungsformen zu verbinden, entspricht dem wachsenden Bedürfnis unserer Patientinnen und Patienten. Wir freuen uns, gemeinsam mit Sanitas neue Wege zu gehen und ein zukunftsweisendes Versorgungsmodell zu entwickeln», so Marco Gugolz, Direktor Klinik Hirslanden und COO Nordostschweiz.
Klinik Hirslanden wurde als erste «integrative Klinik» im Grossraum Zürich zertifiziert
Seit Dezember 2024 trägt die Klinik Hirslanden das Zertifizierungslabel «Integrative Kliniken» für das Fachgebiet Allgemeine Innere Medizin. Sie ist damit die erste zertifizierte Klinik im Grossraum Zürich. Die Zertifizierung belegt, dass die Klinik etablierte Qualitätsstandards für die strukturierte Zusammenarbeit von schulmedizinischen und komplementärmedizinischen Fachbereichen erfüllt. Dies umfasst unter anderem qualifizierte Fachpersonen, definierte Behandlungsprozesse, transparente Qualitätskriterien und eine kontinuierliche Erfolgskontrolle.
