Als Chefarzt leitete Guido A. Zäch von 1973 bis 1989 das Paraplegikerzentrum Basel. Unermüdlich kämpfte er für die Chancengleichheit von Querschnittgelähmten. Seine Vision: Rollstuhlfahrer werden wieder selbstständige und selbstbestimmte Persönlichkeiten.
So gründete er 1975 die Schweizer Paraplegiker-Stiftung, 1978 die Gönner-Vereinigung mit heute 2 Millionen Mitgliedern. 1980 gründete er die Schweizer Paraplegiker-Vereinigung als Verband der Querschnittgelähmten und eröffnete 1990 das Schweizer Paraplegiker-Zentrum sowie 2005 das Guido A. Zäch Institut. 2007 wurde er zum Ehrenpräsidenten der Schweizer Paraplegiker-Stiftung ernannt. Zu seinem Markenzeichen wurde, dass er vor allen Rollstuhlfahrer*innen in die Knie ging, um mit ihnen auf Augenhöhe zu kommunizieren.
Visionär für die Gleichberechtigung
Dank seinem Einsatz sind die von einer Querschnittlähmung betroffenen Menschen heute gleichberechtig in die Gesellschaft integriert und haben Zugang zu Lebensperspektiven, die vor langer Zeit noch als undenkbar gegolten haben. Über sechzig Prozent können wieder einer Arbeit nachgehen. Damit steht die Schweiz weltweit an der Spitze. Bis dieser Punkt erreicht war, brauchte es eine klare Vision, Durchsetzungsfähigkeit, viel Mut und einen enormen Durchhaltewillen.