Techtextil
Internationale Leitmesse für technische Textilien und Vliesstoffe
Datum: 21.-24. April 2026
Ort: Frankfurt am Main (D)
In der Fleischbranche bestehen zwei markante Trends: Second Cut Steaks und Pulled Meat. Der erste fördert die Verwertung des Tiers «vom Schnörrli bis zum Schwänzli». Der zweite eignet sich dank breiartiger Konsistenz perfekt für Personen mit Kauproblemen.
▶ DR. GUIDO BOEHLER
Während sich Edelstücke wie Entrecôte und Filet bei uns grosser Beliebtheit erfreuen, finden weniger populäre Teile immer seltener den Weg auf den Teller. Dabei sind es genau diese Stücke, die durch die richtige Verwertung und Zubereitung als sogenannte Special Cuts oder Second Cuts mit Biss und Aroma ein besonderes Geschmackserlebnis bieten. Neben dem kulinarischen Mehrwert tragen die Schnitte zu einer hochwertigeren Verwertung des Tieres bei im Sinne von «Nose to Tail».
Was man heute als Special Cut bezeichnet, war früher gängige Praxis. Diese «Metzgerstückli» galten lange als Geheimtipp und waren früher wichtigen Kunden vorbehalten oder für die Familie des Metzgers selbst reserviert. Metzgereien gehen heute dazu über, sie nicht mehr als Schmor- oder Hackfleisch zu deklassieren, sondern bieten sie als Grillartikel an, was in Nord- und Südamerika längst üblich ist. Richtig gegart sind sie nicht nur zart, sondern auch aromatischer als Edelstücke. Manche sind unglaublich aromatisch, so etwa Halsstrang und Skirt, andere sind etwas zurückhaltender im Aroma wie Fledermaus, Flat Iron und Petite Tender. Aber nur wenige Köche haben Erfahrung mit der Zubereitung der trendigen Fleischstücke und benötigen Beratung.
Wichtig ist genügende Fleischreifung
Proviande gab im Rahmen der Savoir-Fair-Initiative eine Praxis-Broschüre heraus: «Special Cuts, das Einmaleins der unbekannten Schnitte» (www.schweizerfleisch.ch/publikationen/alle-publikationen/special-cuts-das-einmaleins-der-unbekannten-schnitte-d.html). Fazit: Die meisten Special Cuts sollte man kurz scharf anbraten und dann einige Minuten an der Wärme ziehen lassen. Anzustreben ist die Garstufe «medium rare». Viele Stücke werden dadurch zart, haben aber etwas mehr Biss als Edelstücke. Und sie schmecken zum Teil aromatischer als diese. Eine Voraussetzung für die Zartheit ist aber eine genügende Fleischreifung: «Special Cuts zum Kurzbraten sollten vier Wochen gelagert sein, für Ragout würde eine Woche reichen», sagt Proviande-Kursleiterin Marlene Halter. «Wer die Zartheit weiter verbessern will, kann eine geeignete Marinade einwirken lassen.» Vor dem Aufschneiden lässt man die kurzgebratenen Stücke einige wenige Minuten an der Wärme ruhen. Sie demonstrierte, dass Special Cuts sehr unterschiedlich sein können. Manche wie Flat Iron und Petite Tender sind sehr zart, andere wie Halsstrang und Skirt haben Biss.
Niedergarung im Vakuumbeutel (Sousvide) ist immer eine Alternative und ergibt eine viel weichere Konsistenz. Allfällige Knochen lösen sich von selber ab. Die anzustrebende Kerntemperatur liegt meistens bei sehr moderaten 52 bis 55 Grad Celsius. Die meisten Special Cuts können zwei bis drei Stunden, in Ausnahmen sogar bis 72 Stunden vakuumgegart werden. «Die Sous-vide-Garung geht auf Nummer sicher», so Halter, «übergaren ist nicht möglich.» Diese Methode eigne sich auch gut zum Vorgaren, sodass man das Fleisch nur noch kurz auf dem Grill «markieren» müsse. Beim offenen Niedergaren im Ofen bei maximal 120 Grad Celsius oder beim Vakuumgaren im Beutel im Wasserbad erreicht man die gradgenaue Kerntemperatur durch einen Regler mit Kernsonde, daher die Sicherheit. Auf dem Grill könnte man zwar ebenfalls eine Kernsonde verwenden, «aber die Kerntemperatur zu messen ist nur bei dicken Stücken sinnvoll», so Halter. Die meisten Special Cuts sind zu dünn dafür.
Schmoren und zupfen
Aus den USA stammt auch der bekannte Barbecue-Trend Fleisch zu zupfen – «Pulled Meat». Traditionell verwendet man dazu langzeitgegarte Schmorfleisch-Stücke, die sich nicht zum kurz Braten eignen. Man zerkocht sie bis zu fast breiiger Konsistenz und zerzupft sie nachher warm zu kleinen Fasern oder Fetzen und reichert diese mit viel Barbecuesauce an. Man kann von Hand zupfen oder maschinell mit einem sogenannten Meat Shredder. Dieses Pulled Meat sieht zwar nicht schön aus und hat keinen Biss, aber die weiche Konsistenz, analog zu einem Tartar, besitzt auch ihren Reiz, so etwa als Burger- oder Hotsandwich-Füllung. Das unschöne zerzauste Aussehen nach dem Zupfen spielt dann keine Rolle mehr. Teilweise wird das Fleisch fein geschnitten, doch die vielen scharfen Kanten der Partikel verraten diese Methode. Pulled Meat hat einen Vorteil gegenüber ganzen Stücken: Man verleiht dem geschredderten Fleisch eine attraktive Innenwürzung, indem man es mit einem hohen Anteil Sauce mischt.
Da die Herstellung aufwendig ist, verkaufen Metzgereien diese Produktart als regenerierfertige Convenience. Suttero lancierte Pulled Meat in Rind-, Schwein- und Pouletvariante an verschiedenen Saucen. Bei Micarna gibt es Pulled Pork als Convenience: kühlpflichtig und mit oder ohne Sauce. Und Bell offeriert Gezupftes vom Rind, Schwein und Truthahn. Pistor verkauft tiefgekühltes Pulled Pork und Beef mit folgenden Zubereitungsempfehlungen: Den gefrorenen Pulled-Beef-Beutel in 80 Grad Celsius warmes Wasser legen und 30 Minuten ziehen lassen oder im Combisteamer bei 90 Grad Celsius 30 Minuten erwärmen. Bei der Regeneration muss eine Kerntemperatur von über 68 Grad Celsius erreicht werden. Anschliessend das Fleisch warm mit BBQ-Sauce mischen und kurze Zeit ziehen lassen.
Normalerweise verwendet man zum Zupfen Schmorstücke vom Schwein oder Rind, aber Poulet wird auch verwendet. Pouletbrust von Mastpoulets ist allerdings ein zartes Kurzbratstück und somit zu schade zum Schreddern. Sinnvoll ist Zupfen jedoch bei langzeitgegartem Suppenhuhnfleisch, das sich nicht zum Kurzbraten eignet.
Dr. Guido Böhler hat an der ETH Lebensmittel-Technologie studiert und doktoriert. Rund 20 Jahre arbeitete er als Qualitätsmanager in der Lebensmittelindustrie. Er ist Chefredaktor der Zeitung foodaktuell.
HEIME & SPITÄLER 3 AUGUST 2019
Internationale Leitmesse für technische Textilien und Vliesstoffe
Datum: 21.-24. April 2026
Ort: Frankfurt am Main (D)
Leitmesse für die Pflegewirtschaft
Datum: 21.-23. April 2026
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Europas führende Messe für Digital Health
Datum: 21.-23. April 2026
Ort: Berlin (D)
Führende Schweizer Fachtagung für die Lebensmittelbranche
Datum: 23. April 2026
Ort: Luzern (CH)
Fachtagung für Spitalingenieure
Datum: 24. April 2026
Ort: Baden (CH)
Fachmesse für den Pflegemarkt
Datum: 5.-7. Mai 2026
Ort: Stuttgart (D)
Kongress vom Berufsverband der diplomierten Pflegefachpersonen der Schweiz
Datum: 27.-28. Mai 2026
Ort: Bern (CH)
Internationale Fachmesse für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie
Datum: 11.-14. Mai 2026
Ort: Mailand (I)
Veranstaltung für aktuelle Themen und Herausforderungen im Gesundheitswesen
Datum: Mai 2026
Ort: St. Gallen (CH)
Fachmesse für Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz
Datum: 20.-21. Mai 2026
Ort: Zürich (CH)
Weiterbildungs-Symposium
Datum: 22. Mai 2026
Ort: Bern (CH)
Messe für die neuesten Entwicklungen und Trends in der Gesundheitsbranche
Datum: 30. Mai 2026
Ort: Basel (CH)
Plattform für den Wissensaustausch in der Pflegewelt
Datum: 9. Juni 2026
Ort: Aarau (CH)
Fachmesse 2. Säule sowie ein Vorsorge-Symposium
Datum: 10.-11. Juni 2026
Ort: Zürich (CH)
Kongress mit technologie- und marktrelevante Themen aus der Medizintechnik- und Gesundheitsbranche
Datum: 15.-18. Juni 2026
Ort: Berlin (D)
Konferenz und Plattform für die digitalen Transformation des Gesundheitswesens
Datum: 15.-16. Juni 2026
Ort: Zürich (CH)
Konferenz für Innovationen und Lösungen im Bereich der Standardisierung, Identifikation und Geschäftsprozesse
Datum: 18. Juni 2026
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Fachkonferenz - Das Pflegeheim der Zukunft
Datum: 25.-26. Juni 2026
Ort: Hasliberg (CH)
Schweizer Fachmesse für industrielle Instandhaltung und Facility Management
Datum: 26.-27. August 2026
Ort: Zürich (CH)
Fachmesse für Industrieautomation
Datum: 26.-27. August 2026
Ort: Zürich (CH)
Konferenz zum Thema Spitalbau und Betrieb
Datum: 9. September 2026
Ort: Basel (CH)
Fachveranstaltung zu aktuellen Themen und Trends in Management, Führung und Leadership
Datum: 15. September 2026
Ort: Olten (CH)
Schweizermeisterschaft der Spital-, Heim-, Gemeinschafts- und Systemgastronomie
Datum: 19. September 2026
Ort: Rothenburg (CH)
Internationale Fachmesse für Rehabilitation, Prävention, Inklusion und Pflege
Datum: 23.-26. September 2026
Ort: Düsseldorf (D)
Austausch über aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen im Personalmanagement im Gesundheitsbereich
Datum: Oktober 2026
Ort: Zürich (CH)
Health 2.026
Datum: Oktober 2026
Ort: Rüschlikon (CH)
Weltleitmesse der Kältetechnik
Datum: 13.-15. Oktober 2026
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Internationale Fachmesse für den Schweizer Gesundheitssektor
Datum: 20.-22. Oktober 2026
Ort: Zürich (CH)
Fachveranstaltung, die sich auf die neuesten Trends, Herausforderungen und Best Practices im Bereich Kommunikation im Gesundheitswesen
Datum: 29. Oktober 2026
Ort: Zürich (CH)
Fachmesse für die Gastronomie- und Hotelleriebranche
Datum: 25.-28. Oktober 2026
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Fachveranstaltung, die sich mit dem Thema Demenz auseinandersetzt
Datum: 11. November 2026
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Fachveranstaltung für innovative Technologien für ältere Menschen
Datum: 12. November 2026
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Kongress im Bereich Leadership und Management in der Pflege
Datum: 20. November 2026
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Weltweit führende Fachmesse für Wohn- und Objekttextilien
Datum: 12.-15. Januar 2027
Ort: Frankfurt am Main (D)
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Fachmesse zur Förderung eines selbstbestimmten Lebens, Gleichstellung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung
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Internationale Zuliefermesse für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie
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Internationale Fachmesse für Qualitätssicherung
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Internationale Leitmesse für Reinigung und Hygiene
Datum: 21.-24. September 2027
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Weltweite Ernährungsmesse für Handel und Gastronomie/Ausser-Haus-Markt
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Weltleitmesse für sicheres und gesundes Arbeiten
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Veranstaltungs zum Thema Sicherheit mit Fokus auf der Integration von Sicherheitsmassnahmen
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Weltweit führende Fachmesse für die Textilpflegebranche
Datum: 8.-11. November 2028
Ort: Frankfurt am Main (D)