Techtextil
Internationale Leitmesse für technische Textilien und Vliesstoffe
Datum: 21.-24. April 2026
Ort: Frankfurt am Main (D)
Wie gravierend ist der oft herbeibeschworene Fachkräftemangel in der Pflege? Und wie lässt sich ein solcher entschärfen? Verantwortliche von Pflegeinstitutionen und Akutspitälern haben Antworten und Lösungen gefunden.
Noch gelingt es, genügend gut qualifiziertes Pflegepersonal zu rekrutieren. Auch hegen die angefragten Institutionen im Moment keine Befürchtungen, dass ihnen demnächst das Fachpersonal ausgehen könnte. Dennoch sind alle aktiv bei der Evaluation geeigneter Instrumente und Massnahmen im HR-Bereich. In der Rekrutierung geht man neue Wege und nutzt vermehrt Online-Plattformen und Social Media. Ein besonders grosses Gewicht hat die Bindung und Förderung von Mitarbeitenden. Von familienfreundlichen Arbeitszeiten und eigenen Kinderkrippen bis zu individuellen Förder-programmen und Weiterbildungsmöglichkeiten und – das vor allem – einem regelmässigen und wertschätzenden Dialog mit allen Mitarbeitenden über verschiedene Kanäle.
Wer aus- und weiterbildet, hat die Nase vorn
«In allen Disziplinen, wo wir selbst ausbilden, haben wir genügend Personal und können auswählen», bestätigt Manuela Ortner, Ressortleiterin Pflege & MTT Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland. Pflegeberufe sind nach wie vor sehr attraktiv. Fachfrau/Fachmann Gesundheit EFZ steht an dritter Stelle der beliebtesten Lehrstellen in der Schweiz, dicht gefolgt von Fachfrau/Fachmann Betreuung EFZ. Am Interesse des Nachwuchses fehlt es also nicht. Bei den FAGE sind es je nach Institution zwischen 50 und 60 Prozent, welche nach der Lehre weiter beschäftigt werden. Auch von den HF-Studierenden bleiben viele oder kehren nach einem Abstecher wieder zurück. Sie haben ein hohes fachliches Niveau und sind mit der Unternehmenskultur vertraut, deshalb werden sie gerne eingestellt.
Die Präsenz an Berufs- und Fachmessen und die Mitwirkung an Schnuppertagen ist genauso Bestandteil der erfolgreichen Nachwuchssuche wie der Auftritt auf yousty. André Müller, CEO KZU Kompetenzzentrum Pflege und Gesundheit, beurteilt diese Online-Plattform, die sich an Jugendliche auf Lehrstellensuche richtet, als erfolgreich. Deshalb stehen zwei Lernende des KZU dort einmal wöchentlich zum Chat zur Verfügung und geben Auskunft über ihren Beruf und ihre Stelle.
Neue Wege in der Rekrutierung
Stelleninserate in Tages- und Fachzeitungen sind passé. Wenn überhaupt, wird dieser Kanal nur noch für die Suche nach Kadermitarbeitenden genutzt. Der grössteTeil der Stellenausschreibungen erfolgt über Onlineportale wie jobs.ch, sozjobs.ch, pflege-berufe.ch sowie auf der eigenen Webseite und, wie beispielsweise bei den Pflegezentren der Stadt Zürich, auf dem Intranet. Damit will man insbesondere interne Kandidatinnen und Kandidaten ansprechen, die sich verändern möchten. Bekanntlich sind Mitarbeitende die besten Botschafter für ein Unternehmen. Was liegt also näher, als sie für ihre Botschafterrespektive Vermittlerinnen-Tätigkeit zu honorieren? Die Mitarbeitende-werben-Mitarbeitende-Programme bieten attraktive Vermittlungsprämien. Die Höhe der Prämie ist meist stellenabhängig und wird in der Regel nach der bestandenen Probezeit ausbezahlt. Die Pflegezentren der Stadt Zürich nutzen Social Media bereits seit Herbst 2013 für das Employer Branding. Und das aktiv und erfolgreich, wie Patricia Zberg, HR Business Partnerin und Verantwortliche Personalmarketing, bestätigt. «Wir sind mit einer Fanpage auf Facebook, haben Arbeitgeberprofile auf XING und kununu, nutzen youtube für die Verbreitung unserer Image- und Jobvideos und betreiben zusammen mit dem Zentrum für Gerontologie einen Blog.» Die Pflegezentren dürfen sich freuen: Die Zahl der Follower steigt ebenso kontinuierlich wie die Interaktionen, und die Bewertungen auf kununu sind durchwegs positiv.
Attraktive Arbeitsbedingungen
«Zufriedenheit ist keine monetäre Frage», bringt es Manuela Ortner auf den Punkt. Die Nähe zu den Mitarbeitenden, ein regelmässiger Austausch, Dialogmöglichkeiten und die Begegnung auf Augenhöhe zwischen allen Berufen und Disziplinen vermitteln Wertschätzung und schaffen Zufriedenheit. Weihnachtsfeiern, Sommerfeste, gemeinsame sportliche Aktivitäten und Mitarbeitermagazine oder -zeitungen sind dabei nur ein Teil der Möglichkeiten. Dass familienfreundliche Strukturen ein grosser Vorteil sind, weiss man auch im KZU. 2014 wurde das Unternehmen mit dem Prix Balance ausgezeichnet. Nebst flexiblen Arbeitszeitmodellen verfügt das KZU an zwei Standorten über eigene Kindertagesstätten. «Ein ganz grosses Plus, wenn es darum geht, erfahrene Mitarbeiterinnen nach der Babypause weiter zu beschäftigen», weiss André Müller.
Betriebliches Gesundheitsmanagement
Gesund sein und bleiben geht über richtige Arbeitspositionen und Bewegungsabläufe hinaus. Deshalb arbeitet die Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland mit einem Coachingunternehmen zusammen und schafft so für die Mitarbeitenden eine neutrale und anonyme Anlaufstelle bei schwierigen beruflichen oder auch privaten Themen. Die ersten Coachingstunden sind für die Mitarbeitenden kostenlos – und das Angebot wird genutzt. «Natürlich kennen wir die üblichen Deeskalationsstufen», sagt Manuela Ortner, «aber manchmal ziehen es Mitarbeitende vor, mit einer neutralen Fachperson zu sprechen. Gerade wer privat in einer schwierigen Situation steckt, möchte diese nicht unbedingt bei einer vorgesetzten Stelle thematisieren. Da ist ein externes Coaching oft hilfreich und wir haben mit diesem Angebot sehr gute Erfahrungen gemacht.»
Die Pflegezentren der Stadt Zürich besitzen seit mehreren Jahren das Label der WHO für Gesundheitsförderung. Was effektive Gesundheitsförderung auszeichnet, weiss René Zaugg, Leiter Personelles und Unternehmensentwicklung: «Gesundheitsförderung wird bei uns im Alltag und an der Basis gelebt. Die Initiativen für gesundheitsfördernde Massnahmen und Ziele gehen mehrheitlich von Mitarbeitenden oder einzelnen Bereichen aus.» 2014 erhielten die Pflegezentren vom Kanton Zürich den Zürcher Preis für Gesundheitsförderung im Betrieb.
Dass betriebliches Gesundheitsmanagement ein verbindendes Element sein kann, hat man im KZU mit der Aktion Everbest erfahren. Wer wollte, wurde mit einem Schrittzähler ausgerüstet und konnte sich, zumindest virtuell, auf den Weg auf den Mount Everest machen. Der grösste Teil der Mitarbeitenden liess sich für diese Aktion begeistern und schon bald nutzte man jede Möglichkeit, noch ein paar Schritte zu gehen. Besprechungen wurden nicht mehr in Form von Sitzungen abgehalten, sondern man tauschte sich beim Gehen aus. Anstatt zum Pausenkaffee traf man sich auf einen kurzen Spaziergang. Dazu meint André Müller: «Ein toller Effekt war, dass die Mitarbeitenden – über Teams und Disziplinen hinaus – miteinander ins Gespräch kamen.»
Wertschätzung durch Mitarbeiterförderung und -entwicklung
Die Pflegezentren der Stadt Zürich haben schon vor Jahren eine Strategie entwickelt, um die Personalressourcen langfristig zu sichern. Personalbindung, -entwicklung, -marketing und Ausbildung sind die vier Bereiche dieser erfolgreichen Strategie. Neben einem umfassenden Fort- und Weiterbildungsangebot bestehen auch Nachwuchsförderungs-und Laufbahnentwicklungsprogramme. Durch diese Förderprogramme können sich Mitarbeitende mit entsprechendem Potenzial gezielt in eine angestrebte Funktion hinein entwickeln. Auch in diesem Punkt sind sich alle Befragten einig: Familienfreundliche Strukturen und vielseitige Aus- und Weiterbildungsangebote innerhalb der eigenen Institution sind von zentraler Bedeutung, wenn es darum geht, gut qualifiziertes Personal zu finden und zu halten. Einen ungewöhnlichen aber überaus fruchtbaren Weg ging das KZU bei der Entwicklung seines Leitbilds. 100 Mitarbeitende wurden in einen sehr kreativen und spannenden Prozess involviert. «Die Einladung zur Mitwirkung», so André Müller, «war auch ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber unseren Mitarbeitenden. Da - mit konnten wir ihnen aufzeigen, wie wichtig sie für das KZU sind.» Dadurch, dass das Leitbild von den Mitarbeitenden selbst entwickelt wurde, entspricht es der Kultur des KZU und wird gelebt.
Die Frage nach Werten und Kultur
Gerade bei Institutionen mit verschiedenen Standorten stellt sich unweigerlich die Frage nach Einheitlichkeit und Individualität. Wo gelten welche Werte und Normen? Gibt es unterschiedliche Kulturen und wie weit können diese gelebt werden? Leitlinien und Standards, darüber ist man sich einig, haben an allen Standorten und für alle Mitarbeitenden zu gelten. Kultur lässt sich jedoch nicht anordnen. Das Ideal des «einen grossen Ganzen» lässt sich mit verschiedenen Standorten kaum realisieren. Schon gar nicht, wenn die Standorte unterschiedliche Geschichten haben und erst im Laufe der Zeit zu einer Institution zusammengewachsen sind. Intensive Kommunikation, verschiedene Dialogmöglichkeiten, gemeinsame Veranstaltungen und regelmässiger Austausch, auch in Form von Personaltausch bei Engpässen, fördern jedoch gegenseitiges Verständnis und Wertschätzung. Professionalität, Menschlichkeit, Respekt und Toleranz: Diese Werte sind allen gemeinsam und prägen die Arbeit von Pflegenden, sowohl in der Akut-, wie auch in der Langzeitpflege.
Internationale Leitmesse für technische Textilien und Vliesstoffe
Datum: 21.-24. April 2026
Ort: Frankfurt am Main (D)
Leitmesse für die Pflegewirtschaft
Datum: 21.-23. April 2026
Ort: Essen (D)
Europas führende Messe für Digital Health
Datum: 21.-23. April 2026
Ort: Berlin (D)
Führende Schweizer Fachtagung für die Lebensmittelbranche
Datum: 23. April 2026
Ort: Luzern (CH)
Fachtagung für Spitalingenieure
Datum: 24. April 2026
Ort: Baden (CH)
Fachmesse für den Pflegemarkt
Datum: 5.-7. Mai 2026
Ort: Stuttgart (D)
Kongress vom Berufsverband der diplomierten Pflegefachpersonen der Schweiz
Datum: 27.-28. Mai 2026
Ort: Bern (CH)
Internationale Fachmesse für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie
Datum: 11.-14. Mai 2026
Ort: Mailand (I)
Veranstaltung für aktuelle Themen und Herausforderungen im Gesundheitswesen
Datum: Mai 2026
Ort: St. Gallen (CH)
Fachmesse für Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz
Datum: 20.-21. Mai 2026
Ort: Zürich (CH)
Weiterbildungs-Symposium
Datum: 22. Mai 2026
Ort: Bern (CH)
Messe für die neuesten Entwicklungen und Trends in der Gesundheitsbranche
Datum: 30. Mai 2026
Ort: Basel (CH)
Plattform für den Wissensaustausch in der Pflegewelt
Datum: 9. Juni 2026
Ort: Aarau (CH)
Fachmesse 2. Säule sowie ein Vorsorge-Symposium
Datum: 10.-11. Juni 2026
Ort: Zürich (CH)
Kongress mit technologie- und marktrelevante Themen aus der Medizintechnik- und Gesundheitsbranche
Datum: 15.-18. Juni 2026
Ort: Berlin (D)
Konferenz und Plattform für die digitalen Transformation des Gesundheitswesens
Datum: 15.-16. Juni 2026
Ort: Zürich (CH)
Konferenz für Innovationen und Lösungen im Bereich der Standardisierung, Identifikation und Geschäftsprozesse
Datum: 18. Juni 2026
Ort: Bern (CH)
Fachkonferenz - Das Pflegeheim der Zukunft
Datum: 25.-26. Juni 2026
Ort: Hasliberg (CH)
Schweizer Fachmesse für industrielle Instandhaltung und Facility Management
Datum: 26.-27. August 2026
Ort: Zürich (CH)
Fachmesse für Industrieautomation
Datum: 26.-27. August 2026
Ort: Zürich (CH)
Konferenz zum Thema Spitalbau und Betrieb
Datum: 9. September 2026
Ort: Basel (CH)
Fachveranstaltung zu aktuellen Themen und Trends in Management, Führung und Leadership
Datum: 15. September 2026
Ort: Olten (CH)
Schweizermeisterschaft der Spital-, Heim-, Gemeinschafts- und Systemgastronomie
Datum: 19. September 2026
Ort: Rothenburg (CH)
Internationale Fachmesse für Rehabilitation, Prävention, Inklusion und Pflege
Datum: 23.-26. September 2026
Ort: Düsseldorf (D)
Austausch über aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen im Personalmanagement im Gesundheitsbereich
Datum: Oktober 2026
Ort: Zürich (CH)
Health 2.026
Datum: Oktober 2026
Ort: Rüschlikon (CH)
Weltleitmesse der Kältetechnik
Datum: 13.-15. Oktober 2026
Ort: Nürnberg (D)
Internationale Fachmesse für den Schweizer Gesundheitssektor
Datum: 20.-22. Oktober 2026
Ort: Zürich (CH)
Fachveranstaltung, die sich auf die neuesten Trends, Herausforderungen und Best Practices im Bereich Kommunikation im Gesundheitswesen
Datum: 29. Oktober 2026
Ort: Zürich (CH)
Fachmesse für die Gastronomie- und Hotelleriebranche
Datum: 25.-28. Oktober 2026
Ort: Luzern (CH)
Fachveranstaltung, die sich mit dem Thema Demenz auseinandersetzt
Datum: 11. November 2026
Ort: St.Gallen (CH)
Fachveranstaltung für innovative Technologien für ältere Menschen
Datum: 12. November 2026
Ort: Zürich (CH)
Kongress im Bereich Leadership und Management in der Pflege
Datum: 20. November 2026
Ort: Bern (CH)
Weltweit führende Fachmesse für Wohn- und Objekttextilien
Datum: 12.-15. Januar 2027
Ort: Frankfurt am Main (D)
Schweizer Fachmesse für Verpackungslösungen und -technologien
Datum: 27.-28. Januar 2027
Ort: Zürich (CH)
Fachmesse für Intralogistik, Distribution, Transport und E-Logistik in der Schweiz
Datum: 27.-28. Januar 2027
Ort: Zürich (CH)
Nationale Handelstage für Schweizer Käse
Datum: 8.-9. Februar 2027
Ort: Aarau (CH)
Fachmesse zur Förderung eines selbstbestimmten Lebens, Gleichstellung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung
Datum: 12.-13. März 2027
Ort: Luzern (CH)
Internationale Zuliefermesse für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie
Datum: 23.-26. März 2027
Ort: Köln (D)
Internationale Fachmesse für Qualitätssicherung
Datum: 11.-14. Mai 2027
Ort: Stuttgart (D)
Internationale Leitmesse für Reinigung und Hygiene
Datum: 21.-24. September 2027
Ort: Berlin (D)
Weltweite Ernährungsmesse für Handel und Gastronomie/Ausser-Haus-Markt
Datum: 9.-13. Oktober 2027
Ort: Köln (D)
Weltleitmesse für sicheres und gesundes Arbeiten
Datum: 19.-22. Okotber 2027
Ort: Düsseldorf (D)
Veranstaltungs zum Thema Sicherheit mit Fokus auf der Integration von Sicherheitsmassnahmen
Datum: 27. November 2025
Ort: Basel (CH)
Weltweit führende Fachmesse für die Textilpflegebranche
Datum: 8.-11. November 2028
Ort: Frankfurt am Main (D)