«Wir wollen den Convenience-Bereich weiter ausbauen»


Die Grossküchen stellen für die Hug AG ein wichtiges Kundensegment dar. Im Interview berichtet Andreas Hug, dass der Convenience-Bereich für Care-Küchen weiter ausgebaut werden soll. Der Geschäftsführer erzählt ferner, wie seine Firma auf Bedürfnisse von Küchenchefs eingeht.

Interview: Christoph Hämmig

Wie wichtig sind für Sie die Grossküchen in Heimen und Spitälern?
Andreas Hug: In diesem Bereich führen wir bei Hug den sogenannten Food Service. In diesem Segment stellen die Care-Küchen in Alterszentren, Residenzen, Spitälern und Kliniken für unsere Firma der wichtigste Kundenanteil dar.

Wie kann Hug die Köche in Care-Küchen am besten unterstützen?
Andreas Hug: Unsere Aussendienstmitarbeiter pflegen einen engagierten Kontakt zu den verantwortlichen Küchen- und Pastisserie-Chefs. Eine gute Betreuung und Beratung ist uns ganz wichtig. Ferner ist wesentlich, dass wir den Care-Küchen unsere Produkte in höchster Qualität zuverlässig und termingerecht liefern. Auch bei kurzfristigen Bestellungen garantieren wir eine pünktliche Lieferung.

Pastetli gehören in Care-Küchen zu den gefragten Produkten von Hug.

Was wird von Heim- und Spitalküchen besonders nachgefragt?
Andreas Hug: Nebst den Tartelettes, welche die wichtigste Produkte-Kategorie darstellt, sind auch die traditionellen Pastetli in unterschiedlichen Grössen und diverse Ofenchüechli – unsere Pâte à choux – sehr beliebt. Bezüglich Desserts sind natürlich Meringue-Schalen stark gefragt sowie zahlreiche Kuchenspezialitäten, Streusel-Stangen und Dessert-Cones.

Mit welchen Innovationen können die Küchenchefs seitens Hug rechnen?
Andreas Hug: Wir werden insbesondere im Tartelette-Bereich weiter aktiv sein mit noch feineren und dünneren Produkten aufwarten. Generell sind wir bemüht, den ganzen Convenience-Bereich für die Care-Küchen weiter auszubauen. Der Service-Gedanke und Zusatznutzen sind uns ganz wichtig. Deshalb bieten wir nicht nur Produkte an, sondern liefern den Köchen auch ein reichhaltiges Rezeptsortiment.

Wie stellen Sie sicher, dass Sie die Bedürfnisse der Küchenchefs kennen?
Andreas Hug: Seit einigen Jahren pflegen wir einen sogenannten Gastropanel, dem auch einige Küchenchefs aus Heimen und Spi tälern angehören. Im gegenseitigen Meinungsaustausch versuchen wir die konkreten Bedürfnisse unserer Kunden zu eruieren. Das ermöglicht uns schliesslich unsere Produkte konkret auf die Wünsche der Care-Küchen ausrichten können.

Woher beziehen Sie die Rohstoffe?
Andreas Hug: Wir bekennen uns ganz klar zum Schweizer Markt und beziehen rund 70 Prozent der Rohstoffe aus unserem Land.

Künftig sind aber 80 Prozent erforderlich, um den Kriterien der Swissness zu genügen. Wie verhalten Sie sich diesbezüglich?
Andreas Hug: Das ist eine schwierige Frage. Mit den neuen, sehr strengen Swissness-Vorgaben werden sich die Produkte verteuern. Einerseits entstehen hohe administrative Kosten, andererseits müssen wir für Schweizer Rohstoffe – beispielsweise für Zucker – mehr bezahlen. Die Herausforderung wird darin bestehen, dass die Kosten weiterhin im Lot bleiben und wir die Richtlinien trotzdem erfüllen können.

Zurück zum Sortiment: Wodurch zeichnen sich Ihre Produkte aus?
Andreas Hug: Unser Produktionsmotto heisst natürlich und ehrlich. Das hat viel mit der Rohstoffauswahl zu tun. Unser Anspruch ist, Qualitätsprodukte auf hohem Niveau anzubieten – ohne Wenn und Aber. Auf nachhaltig hergestellte Rohstoffe achten wir auch im Kakao- und Palmbereich.



Heime und Spitäler Ausgabe 5 Dezember 2016