IFASinnovation Challenge - Die Stars von morgen

Heime & Spitäler präsentiert die 14 nominierten Start-ups im Kurzporträt.

(1) 1nfusion AG - Die Infusionstechnik von morgen

Die FlowBox der 1nfusion AG zur Flussmessung von Medikamenten bei Infusionen.

1nfusion ist ein Team aus Sensorexperten und erfahrenen Entwicklern aus der Medizintechnik. Sie haben es sich zum Ziel gesetzt, die Infusionstechnik sicherer und zuverlässiger zu machen, indem sie die Sensorik zur direkten Flussmessung in Infusionsgeräte integrieren. Die Tatsache, dass heutige Geräte nicht messen können, wie viel Medikament durch den Schlauch fliesst, hat zu umständlichen und anfälligen Lösungen geführt. Gemeinsam mit erfahrenen Anwendern aus der Pflege, Medizin und Medizintechnik wurde die FlowBox entwickelt. Das Ergebnis aus zwei Jahren Entwicklungszeit ist ein neuartiger Schwerkraft-Infusionscontroller mit intuitiver Bedienung. Der Controller kann den Fluss direkt im Schlauch messen und ermöglicht dadurch eine sichere und genaue Infusion mit wenig Störalarmen, wodurch das Pflegepersonal auf die Bedürfnisse der Patienten fokussieren kann.

www.1nfusion.com

(2) Caru - Der Mitbewohner der Zukunft

Der Caru Smart Sensor zur Kommunikation zwischen älteren Menschen, Angehörigen und Pflegekräften.

Die Gründer von Caru vertreten die Meinung, dass jeder Mensch ein aktiver Teil der Gesellschaft sein soll. Dafür haben sie ein intelligentes Kommunikationssystem für Wohnungen entwickelt. Der «Mitbewohner» von morgen analysiert und bemerkt anhand von Sensordaten ein verändertes Verhaltensmuster. Wenn etwas nicht stimmt, informiert das Gerät umgehend eine Vertrauensperson oder die Notrufzentrale. Der Caru Smart Sensor erinnert etwas an einen Bluetooth-Lautsprecher und ermöglicht eine effiziente Kommunikation und Vernetzung zwischen älteren Menschen, Angehörigen und Pflegekräften – im Alltag und in Notsituationen. Caru besteht heute als voll funktionsfähiger Prototyp, der in drei Häusern des führenden institutionellen Schweizer Pflegedienstleisters Tertianum getestet wurde.

www.caruhome.com

(3) derma2go - Personalisierte Telemedizin

Dermatologische Online-Beratung von derma2go.

Derma2go ermöglicht dermatologische Online-Beratung. Die Teledermatologie erfolgt für den Patienten in drei Schritten: Foto machen, Fragebogen ausfüllen und innert 24 Stunden antwortet der Dermatologe. Die Vorteile liegen in einer grossen Zeitersparnis für Patienten wie auch für Dermatologen. Derma2go arbeitet zusammen mit niedergelassenen Dermatologen sowie international renommierten Professoren mehrerer Universitätsspitäler und wurde von der Schweizerischen Gesellschaft für Dermatologie 2018 mehrfach ausgezeichnet.

www.derma2go.com

(4) digitalMedLab - Management von chronischen Wunden

Wunden besser dokumentieren und beurteilen mit +WoundDesk.

DigitalMedLab will mit der mobilen Applikation «+Wound-Desk» das Gesundheitswesen mitgestalten. Die Datenerfassung und die Wundmessung unterstützen die Fachperson aktiv in ihren Entscheidungsprozessen. Mit wenigen Klicks und in einem Drittel der Zeit lässt sich der Wundverlauf beurteilen und die Behandlung dokumentieren.

www.digitalmedlab.com

(5) Dividat AG - Spielerisch Stürze vermeiden

Das Trainingssystem Senso von Dividat.

Eva van het Reve und ihr Bruder Joris haben ein technologiebasiertes Trainingssystem und -gerät zur Vermeidung von Stürzen im Alter entwickelt. Zentrales Element ist eine kognitiv-motorische Trainingsplattform. «Senso» wurde an der ETH Zürich erforscht. Die Trainierenden wählen aus verschiedenen Spielen aus und auf dem Bildschirm erscheint die Aufgabe, die es mit den Füssen zu lösen gilt.

www.dividat.com

(6) Inspacion - Mit Virtual Reality planen

Der Operationssaal als Virtual Reality.

Mit dem Kantonsspital Aarau probt Inspacion mit Virtual Reality den Ernstfall. Mit dieser Technologie können sich künftige Nutzer in die Planung eines Gebäudes einbringen. Einfach die VR-Brille aufsetzen und schon befindet sich beispielsweise die Technische Operationsassistentin mitten im künftigen Operationsraum. Mit dem Know-how von späteren Nutzern können bereits in einer Planungsphase Fehlkonstruktionen verhindert werden.

www.inspacion.com

(7) Exploris Health - Frühdiagnose von Verengungen in Herzarterien

Umfangreiche klinische Tests haben die genauen Diagnosen bestätigt.

Wie kann das medizinische Personal künftig entlastet werden? Mit künstlicher Intelligenz. Davon ist Peter Ruff, CEO und Gründer von Exploris, überzeugt. Er und sein Team haben einen Cardioexplorer entwickelt, der gefährliche Verengungen (Stenosen) in den Herzarterien mit hoher Genauigkeit erkennt oder ausschliesst und so hilft, Herzinfarkte zu vermeiden. Dabei dienen Datenmodelle und maschinelles Lernen als Grundlage für die Diagnose und die Therapie.

www.exploris.info

(8) OnlineDoctor - Ferndiagnose per Foto

OnlineDoctor: Unter 40 erfahrenen Dermatologen kann ausgewählt werden.

Bei OnlineDoctor erhalten Patienten schnell, ortsunabhängig und kostengünstig eine fachärztliche Einschätzung ihres Hautproblems. Vorbei sind die Zeiten, in denen Patienten lange auf einen Termin beim Dermatologen warten mussten. Für interessierte Spitäler oder Alters- und Pflegeheime funktioniert das Ganze kinderleicht: Das Spital wählt zunächst auf der Plattform einen Wunscharzt aus. Derzeit sind knapp 40 erfahrene Dermatologen auf onlinedoctor.ch angeschlossen. In einem zweiten Schritt macht ein Mitarbeiter drei Fotos der zu untersuchenden Hautstelle und schickt diese Bilder verschlüsselt zum Arzt. Innerhalb von maximal 48 Stunden erhält das Spital dann vom Dermatologen konkrete Handlungsempfehlungen.

www.onlinedoctor.ch

(9) Oxomed - Das Sturzpflaster für zu Hause und unterwegs

Die Armband-Variante von Oxomed als manuelle Lösung.

Der Sturzsensor von Oxomed hat es in sich. Im Falle eines Sturzes wird ein Notruf ausgelöst. Das steigert die Autonomie, Unabhängigkeit und das Sicherheitsgefühl sturzgefährdeter Menschen. Einerseits können die Bewohner eine manuelle Lösung zum Drücken verwenden, andererseits haben kognitiv beeinträchtigten Bewohner die Möglichkeit, ein Sturzpflaster zu tragen, das automatisch Stürze erkennt und Vertrauenspersonen alarmiert. Der Sensor sendet in allen Alltagssituationen, auch beim Duschen oder Baden. Ziel von Oxomed ist es, ein Rufsystem anzubieten, das allen Bewohnern eine adäquate Lösung bietet. Dafür verwenden sie die neueste Technologie ohne Kabelinstallationen.

www.oxocare.ch

(10) Pathmate Technologies - Individuelle Begleitung durch digitale Coaches

Personen mit einer chronischen Krankheit bekommen sehr gute Unterstützung beim Arzt oder in Kliniken. Einmal zu Hause, fehlt es an einer strukturierten Unterstützung ihrer Krankheit im Alltag. Bei der oft fehlenden Therapietreue setzt Pathmate mit ihren digitalen Coaches an.

Auf der Basis personalisierter Behandlungspfade unterstützen die digitalen Coaches Personen automatisiert im Selbstmanagement ihrer Krankheit. Erste Studienergebnisse haben gezeigt, dass 60 Prozent aller Teilnehmer auch nach drei Monaten mit der Chatbot-Applikation interagieren und rund 40 Prozent ihrer Tagesziele erreichen.

www.pathmate-technologies.com

(11) Pregnolia - Erkennen von Frühgeburten

Das Messgerät von Pregnolia misst die Steifigkeit der Zervix.

Kinder, die vor der 37. Woche zur Welt kommen, gelten als Frühgeburten. In der Schweiz trifft dies auf jedes zwölfte Kind zu. Einer der Gründe für eine Frühgeburt kann eine Schwäche des Gebärmutterhalses (Zervix) sein. Je weicher die Zervix, desto höher das Risiko einer Frühgeburt. Bisher haben Gynäkologen und Hebammen durch Abtasten die Steifigkeit der Zervix abgeschätzt. Pregnolia hat ein Messgerät entwickelt, das die Steifigkeit der Zervix objektiv, schnell und schmerzlos bestimmt

www.pregnolia.com

(12) Rockethealth by Helmedica - Strukturierte Krankengeschichten

Mobile und schnelle Dokumentation mit Rockethealth.

Rockethealth ist ein System für die strukturierte Dokumentation und Verwaltung von Krankengeschichten. Damit ermöglicht das System Ärzten, Apotheken und anderem medizinischen Personal die mobile und schnelle Dokumentation entlang des gesamten Behandlungsprozesses. Rockethealth gibt es als App für die mobile Nutzung und als Web-Lösung.

www.rockethealth.ch

(13) Scewo - Der Rollstuhl des 21. Jahrhunderts

Für den Rollstuhl der neuen Generation kombinieren die Macher von Scewo neueste Technologie mit modernstem Design. Selbstbalancierend kann Scewo Bro agil auf jeglichem Untergrund fahren, mit Raupen problemlos Treppen steigen und dabei alle Blicke auf sich ziehen. Sein ansprechendes Design unterstützt nicht nur die Funktionalität, sondern macht das Fahren mit dem Scewo Bro zu einem neuartigen Erlebnis. Scewo bringt echte barrierefreie Mobilität zurück in den Alltag von Menschen mit Gehbehinderung.

Neueste Technologie und modernstes Design beeindrucken. Der Rollstuhl von Scewo kann auch problemlos Treppen steigen.

www.scewo.ch

(14) SNAQ - Der einfache Nährwertzähler

Ein Foto vom Sandwich und Snaq ermittelt Kohlenhydrate und Proteine.

Was die Gesichtserkennung in den letzten Jahren stark vorangetrieben hat, bringt Snaq in den Fokus der Ernährung. Einfach das Sandwich fotografieren und nach wenigen Augenblicken meldet das Smartphone die Anzahl der Kohlenhydrate und Proteine und die Gesamtkalorienzahl des Brötchens. Der Zähler richtet sich an alle Unternehmen, die mobile Applikationen oder Geräte für Diabeteskranke anbieten.

www.snaq.ch



HEIME & SPITÄLER 4 OKTOBER 2018