CEO Survey Spitalmarkt


Steigende Fallzahlen und sinkende Preise verlangen effizienzsteigernde Massnahmen. Spitalverantwortliche sehen die stabile Profitabilität dabei als Schlüsselaufgabe.


Der Trend geht weiter in Richtung Ambulantisierung: 90 Prozent der Spitäler wollen verstärkt in der ambulanten Versorgung tätig werden. Die Ansprüche der Patienten werden sich verändern, ebenso die Formen der Zusammenarbeit zwischen den Leistungserbringern. Das sind die Resultate des «CEO Survey Spitalmarkt Schweiz 2017» von PwC Schweiz, für den die Direktoren von 252 Kliniken befragt wurden. Der «CEO Survey Spitalmarkt Schweiz 2017» von PwC Schweiz zeigt, dass die Dynamik im Gesundheitswesen weiter einen Gang zulegt. Spitäler, die konsequent prozess- und patientenbedürfnisorientiert arbeiten, gegenüber neuen Geschäfts- und Betriebsmodellen offen sind und auch bereit sind, neue Wege mit branchenfremden Unternehmen zu begehen, werden künftig den Gesundheitsmarkt prägen.

Die PwC-Studie zeigt, dass die Dynamik im Gesundheitswesen weiter einen Gang zulegt.

Gesundheitswesen im Wandel
Der technologische Fortschritt und die heterogenen, steigenden Patientenbedürfnisse treiben die Entwicklungen und Veränderungen in der Spitalbranche rasant voran. Die Verlagerung von stationären zu ambulanten Behandlungen wird dabei als einer der drei einflussreichsten Trends gesehen. 90 Prozent der Spitaldirektoren planen den Aufbau von ambulanten Zentren oder Käufe von Arztpraxen als Mittel, um die Versorgungsstrukturen in der Schweiz grundlegend zu beeinflussen. Zudem wird der Patient in Zukunft zunehmend im Zentrum stehen. Philip Sommer, Head Advisory Healthcare PwC Schweiz: «Die Spitäler werden Initiativen ergreifen, um die steigende Patientenerwartung in Bezug auf Transparenz, Mitbestimmung, Komfort und kürzere Wartezeiten zu erfüllen.»

Steigende Fallzahlen
Die Umfrageteilnehmer rechnen zwar mit weiter steigenden Fallzahlen – rund 4,5 Prozent ambulant beziehungsweise rund 2 Prozent stationär –, aber auch mit Tarifen, die um rund 1 Prozent pro Jahr sinken. Dies erhöht den Druck auf die Profitabilität.

Stabile Profitabilität als Herausforderung
Effizienzsteigernde Massnahmen stehen deshalb weiterhin hoch im Kurs, und stabile Profitabilitätsmargen sind weiterhin eine der grössten Herausforderungen für die Spitaldirektorinnen und -direktoren. Effizienzsteigerungen sind aber auch infolge des Fachkräftemangels notwendig: Die CEOs erwarten, dass das steigende Patientenaufkommen mit einem unterproportionalen Mitarbeitendenwachstum zu bewältigen sein wird. Es wird daher entscheidend sein, Abläufe zu entschlacken, diese neu zu denken und mit Technologien zu unterstützen, um bei gleichem Personalbestand mehr Patienten bestmöglich betreuen zu können.

Studie im Detail



Heime und Spitäler Ausgabe 3 August 2017